
Mahnwache für die Opfer des Anschlags in Berlin
Mehr als 500 Menschen kamen am Mittwochabend auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken zusammen, um der Getöteten und Verletzten des Anschlags auf den CSD in Berlin zu gedenken. Das Saarländische Staatstheater leuchtete zum Zeichen der Solidarität in bunten Farben.
Saarbrücken
Gemeinsam trauern – gemeinsam Haltung zeigen
Nach einer Rede von LSVD+-Saar-Vorstandsmitglied Sebastian Thul gedachten die Anwesenden gemeinsam der Opfer. Die große Anteilnahme bewegte uns tief: Mit mehr als 500 Teilnehmenden hatten wir nicht gerechnet.

„Wir trauern heute. Aber wir werden unsere Lebensweise nicht ändern. Wir kämpfen jeden Tag und jedes Jahr aufs Neue für unsere Rechte. Und wir lassen uns nicht spalten.“
Sebastian Thul, Vorstandsmitglied des LSVD+ Saar
Der LSVD+ Saar verurteilt den queerfeindlichen islamistischen Anschlag auf das Schärfste. Zugleich wenden wir uns entschieden dagegen, Musliminnen und Muslime pauschal in Haftung zu nehmen. Religion und Ideologie sind nicht dasselbe – pauschale Zuschreibungen schaffen neues Unrecht und tragen nicht zu einer sachlichen Auseinandersetzung bei.
„Wir verurteilen islamistischen Terror in jeder Form. Aber wir stellen nicht alle Musliminnen und Muslime unter Generalverdacht.“
Julia Zimmermann, Vorstandsmitglied des LSVD+ Saar
Unsere Forderungen
Wir fordern die konsequente Erfassung und Verfolgung von Straftaten gegen queere Menschen, die Rücknahme der Kürzungen bei LGBTIQ+-Projekten durch das Bundesministerium sowie die Aufnahme der sexuellen Identität in Artikel 3 des Grundgesetzes.
Die Mahnwache machte deutlich: Wir stehen zusammen, wir erinnern an die Opfer und wir lassen uns weder einschüchtern noch spalten.
